Nach den ganzen Eindrücken und Erlebnissen durch und über die Anden schalteten wir eine gemütliche Woche in „Famatina“ ein. Ein Abstecher wie letztes Jahr zur Goldmine „La Mejicana“ klappte leider wegen des schlechten Wetters nicht, dafür genossen wir das gemütliche Zusammensein mit Marcelo.
Das Abenteuer liess uns weiter nordwärts nicht los: Von den heissen Quellen durchquerten wir eine enge Schlucht, fuhren steilen Berghängen entlang, setzten uns fast im Sand fest, erkundeten Bimsstein- und Lavafelder und abgelegene Lagunen.
Famatina im Regen
Bereits vier Mal besuchten wir den Tandempiloten Marcelo und seine Gleitschirmkollegen in „Famatina.“ Nun waren wir ein fünftes Mal dort und erlebten die Gegend wettertechnisch von einer ganz neuen Seite. Das regnerische kalte Wetter lud zum gemütlichen Beisammensein im Hostal „La Loma“ von Marcelo ein, mit Daunenjacke anstatt Shorts. Abends sassen wir beisammen und grillierten dem schlechten Wetter zum Trotz. Die Jungs fachsimpelten über das Gleitschirm fliegen und erzählten uns aber auch von den momentan prekären wirtschaftlichen Verhältnissen Argentiniens. Ein Vorteil hat es, wenn man so abgelegen wohnt: Buenos Aires ist so weit weg und der Boden hier bietet (noch) genügend zu Essen für Alle.
Eigentlich wollten wir auch wieder einen Abstecher zur Goldmine „La Mejicana“ machen, der Fluss führte wegen der Regenfälle in der „Sierra Famatina“ aber zu viel Wasser um sicher auf 4‘500m zu kommen.
An einem Abend klappte es doch und die Flieger kamen in die Luft. Zwar war es nur ein kurzer Flug, aber besser als nichts.
Von den heissen Quellen zu den eiskalten Lagunen
Von Marcelo erhielten wir ein paar Insidertipps für unsere Weiterreise nach Norden. In „Fiambalà“ waren wir bereits schon vor etlichen Jahren und badeten in den heissen Quellen „Las Termas de Fiambalà“. Diesmal hatten wir den Luxus, dass wir direkt auch dort campieren und in der Nacht ins warme Nass hüpfen konnten. Am Tag danach übernachteten wir in den weissen Sanddünen von „Tatón“ und hätten danach gleich wieder ein Bad nötig gehabt nach einem kleinen Sandsturm.
„Piedra Pomez“, die Bimssteinfelder waren unser nächstes Ziel. Es gab drei Wege dorthin: Zwei direkte Tracks sowie ein langer Umweg über die Hauptstrasse. In der Polizeistation in „Fiambala“ erkundigten wir uns über die Tracks. Der verschlafene Polizist meinte die Regenfälle waren hier nicht so stark gewesen. Wir sollten durchkommen, uns aber laufend über den Zustand informieren. Der erste Track erwies sich schnell als Sackgasse, eine Bewohnerin meinte dieser sei momentan nicht passierbar. Der andere Track führe durch ein kleines Dorf und es fahren immer wieder Autos hoch und runter. Bereits nach einigen Kilometern waren wir im Flussbett der Schlucht und nur dank Spuren anderer Fahrzeuge fanden wir den Weg um die grossen Steine herum. So ging es für fast 60km weiter, grösstenteils fuhren wir im fliessenden Wasser, was aber nicht tiefer als 30cm war. Zwischendurch zweifelten wir an unserem Vorhaben, da wir keine Ahnung hatten, ob wir überhaupt durchkommen in den engen Passagen. Abends fing es an leicht zu regnen und so übernachteten wir direkt auf dem Track an einer erhöhten Stelle. Wie konnte es auch anders sein, am nächsten Morgen um 7:00 Uhr kam uns ein Fahrzeug (eines von 5 Fahrzeugen, dass wir in 3 Tagen getroffen hatten) entgegen und wir parkierten Condorito im Pyjama um.
Das Dorf „Las Papas“ liegt am Ende der Schlucht, nochmals ein Ort um nach dem Zustand des weiteren Weges zu fragen. Der Track ging steil an einer sehr steilen Bergflanke hoch, Condorito meisterte diese Steigung problemlos. Zum guten Glück war der Weg in einem guten Zustand, sonst wäre dies nicht möglich gewesen. Die Belohnung für den Aufstieg über 4’000m war ein grosser Vulkankrater mit der „Laguna Aguada Alumbrera“ und vielen Flamingos darin. Da wir nicht auf dieser Höhe übernachten wollten, fuhren wir entlang dem riesigen „Piedra Pomez“ Bimssteinfeld, welches sich auf über 40km durch ein leicht abfallendes Tal erstreckt. Wir hatten das Gefühl, bei der Mondlandung dabei zu sein, die Landschaft war so surreal und nicht von dieser Welt. Als Krönung für diesen genialen Tag sassen wir auf einem der Bimssteine im Windschatten und genossen ein kühles Bier zum Sonnenuntergang. Der gewaltige Sternenhimmel in der Nacht ohne jegliche Lichteinflüsse war dann noch das Pünktchen auf dem i. An diesem Tag schafften wir 70km in 5h mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 13kmh.
Am dritten Tag ging es von den weissen Bimssteinfeldern zu den schwarzen Lavasteinfeldern und der rotgelben „Laguna Carachi Pampa“. Dazwischen setzte Claudia Condorito fast im Sand fest, das kommt davon wenn man dem Wellblech ausweichen will und neben dem offiziellen Track fährt. Doch alles ging gut und es blieb uns erspart in der stechenden Sonne und bei starkem Wind Sand zu schaufeln.
Im Dorf „La Peñon“ kamen wir dann nach 300km wieder auf Teerstrasse und wuschen uns nach weiteren 100km den Staub und Sand ab in den „Termas Quebrada de Hualfin“. Die Gemeinde „Hualfin“ betreibt hier ein paar kleine Thermalbäder mit Campingplatz und unter einem grossen Baum fanden wir ein schattiges Plätzchen zum Übernachten.

























Rosmarie Kummer
Hallo ihr Beiden,
vielen Dank für die wunderschönen Bilder, aber da ich schon beim Lesen Bauchkitzel habe, ist es doch besser wenn ich zu Hause bleibe.
Ich wünsche euch von Herzen eine glückliche Weiterreise.
Liebe Grüsse Rosmarie und Hans
Marcel
Danke für die Berichte und Fotos – superschön, Eure Reise. Diese Landschaften, mhmmmm!
Walter Lüscher, Stampfstr. 20
Liebe Claudia und Dani
ich danke euch für die stets interessanten Berichte und die wunderbaren Bilder. Einfach toll!
Mit den besten Wünschen für schöne Festtage und ein gesundes und erfüllendes neues Jahr!
Walter
Renate Höhn
Liebe Claudia, lieber Dani,
danke für die interessanten Berichte und die herrlichen Fotos eurer Reise. Ihr seid ein super Team und macht immer wieder sympathische Reisebekanntschaften. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Einen guten Heimflug und einen guten Start ins neue Jahr.
Herzliche Grüße
Renate aus dem Schwarzwald