In Argentinien angekommen

eingetragen in: Südamerika 2017-2022 8

Nach ein paar wenigen Tagen in Uruguay zog es uns weiter nach Argentinien. Wie lange hatten wir schon davon geträumt, mit dem eigenen Fahrzeug hier unterwegs zu sein. Und nun sind wir endlich angekommen im Land der unendlichen Weiten, der hohen Berge und der extrem freundlichen Menschen. Vor unserer Abreise sass Dani unzählige Stunden vor dem Computer und hat mögliche Offroad-Pisten von Buenos Aires in die Fluggebiete um Cordoba ausgetüftelt.

Durch den Regen der letzten Tage fiel das Abenteuer Pampa Offroad-Strecken zwischen Buenos Aires und den Cordilleras (erster Bergzug Richtung Westen) von Cordoba regelrecht in den Schlamm. Wir mussten wieder umkehren, ein vorwärtskommen auf den schmalen Feldwegen entlang den riesigen Getreidefelder war unmöglich. Aber sobald wir die Cordilleras erreicht hatten, wurde es sandig und durch die langsame Steigung waren die Tracks befahrbar. Immer wieder mussten wir aussteigen und die Weidezäune öffnen und schliessen. Und so kam es zu der Begegnung mit Eduardo und seiner Familie. Er fuhr uns bereits eine Weile hinterher und bedankte sich bei Dani, dass er den Zaun auch für ihn offen hielt. Er habe mit seiner Nichte Evelyn schon die ganze Zeit gerätselt, was das für ein ungewöhnliches Fahrzeug mit komischem Kennzeichen vor ihm sei. Und ob wir Lust auf einen Mate-Tee haben. Klar, solche Einladungen darf man nicht ausschlagen! So fuhren wir ihm hinterher quer durch einen Fluss zu seinem Haus. Einer seiner Söhne auf seinem Pferd öffnete das Tor und wir standen vor der Hacienda. Seine Frau und die anderen Kinder staunten nicht schlecht, wer da spontan auf Besuch kam. Wir wurden mit offenen Armen empfangen und herzlich begrüsst. Nach einem kalten Glas Brunnenwasser tischte Susana Mate-Tee und frisch gebackenes Brot auf. Wir holten eine Tafel Schoggi aus dem Kühlschrank. Welches Ohh und Ahh, das sei das erste Mal in ihrem Leben, dass sie etwas aus der Schweiz geschenkt erhalten und essen.

Wir löcherten die Familie, wie es sich so lebt, weit abgeschieden vom nächsten Dorf. Der jüngste Sohn geht in die lokale Schule 5km entfernt, es versteht sich natürlich, er reitet dahin jeden Tag. Insgesamt seien sie drei Schüler, welche dort die Primarklasse besuchen. Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist 40km entfernt, dorthin braucht man zwei Stunden mit dem Geländefahrzeug. Die Trockenheit macht ihnen am meisten zu schaffen, selbst einen Garten anzupflanzen ist kaum möglich wegen des wenigen Wassers in der Region. Insgesamt haben sie siebzig Stück Muttervieh auf ihren weitläufigen Weiden, einige Schafe, fünf Pferde, etliche Hühner und Truthähne sowie einen Hasen. Dieser ist aber das Haustier und landet nicht im Kochtopf. Die Winter seien sehr streng auf 1‘300m.ü.M., es gibt kaum Schnee dafür viel Eis. Der Fluss ist dann zugefroren und das passieren nicht immer ganz einfach. Der Telefonmast steht gleich neben dem Haus, Internetzugriff ist wegen der fehlenden Datenfunkverbindung aber nicht möglich. Dann drehte sich die Fragerunde um und wir wurden gelöchert über unserer Reise, das Leben in der Schweiz und wieso wir gerade Argentinien als Destination gewählt haben. Mit einem Gruppenfoto verabschiedeten wir uns und versprachen, wenn wir das nächste Mal vorbeikommen, bringen wir für jeden fünf Tafeln Schoggi mit.

8 Responses

  1. Evelyn
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    Fue un placer conocerlos. Que tengan una hermosa estadía en Argentina, esperamos verlos pronto, abrazos Evelyn (que nos encontramos con su tío en el auto)

  2. Condorito
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    Gracias de nuevo por la invitación. Fue un placer estar contigo!

  3. Walter Lüscher, Stampfstr.20
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    Liebe Condoritos
    Eure Erlebnisberichte sind absolut faszinierend. Dabei spürt man auch deutlich eure Freude an Begegnungen mit andern
    Menschen. Auch die Bilder kommen sehr ausdruckstark herüber.
    Wahrscheinlich gibt es unzählige Menschen, die ein ähnliches Lebensmotto haben, aber dieses nicht umsetzen. Schade!
    Ich wünsche euch weiterhin eine tolle Zeit in „eurem“ Argentinien und freue mich jetzt schon auf euren nächsten Bericht.
    Walter PS euer Bild von der Elbphilharmonie in Hamburg mahnt mich an den Konzertbesuch mit Partnerin kurz vor
    Weihnachten. Ihr seht: wir folgen euren Spuren…………….

  4. Condorito
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    Dann viel Spass in der Elbphilharmonie, nur schon die Aussicht von der Terrasse auf die Stadt war schön!

  5. Werner Munz
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    Liebe Claudia und lieber Dani
    Ich wünsche Euch nun weiterhin ein superschöne Reise. Dani soll sich doch eher aufs Gasgeben oder Bremsen konzentrieren, das sollte weniger Fussverstauchungen geben als beim landen. Jedenfalls Gratulation für die Heilung und viel Erfolg für die Weiterreise und viele schöne Begebenheiten, so können sogar wir noch profitieren davon.
    liebe Grüsse
    Werner

  6. Condorito
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    Lieber Werner
    Der Gleitschirm wartet ebenfalls auf Dani in Uruguay und mit diesem muss man ja auch Gas geben und Bremsen :-). Herzliche Grüsse in die Fleug und bis bald wieder einmal Dani & Claudia

  7. Hans
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    Hallo zusammen
    Bin ein regelmässiger Leser und Betrachter der Bilder. Es ist toll sich in Eure Reise einzulesen oder zu sehen.
    Ich wünsche Euch weiterhin viel Glück und Musse das Abenteuer weiter zu führen.

    Gruss Hans

  8. Joy&Karim
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    Jetzt konnten wir uns endlich mal durch eure Seiten lesen…da die Grande Amburgo sich erneut verspätet hat. Super spannend Bis bald in Uruguay, wir freuen uns schon

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