Die Fähre brachte uns komfortabel von Italien nach Marokko. Durch das Rif-Rif Gebirge und den Hohen Atlas erreichten wir die algerische Grenze wo uns traumhafte Wüstenlandschaften und anspruchsvolle Tracks erwarteten. Unser erstes Ziel war der grosse Sandhaufen des Erg Chebbi. Darin tobten wir uns aus und setzten uns auch fest, wie es sich gehört für Sanddünen-Fahranfänger.
Um mit Condorito auch noch Offroad-Erfahrungen im Sand zu machen, musste er zuerst via Genua auf die Fähre verladen werden nach Tanger Med in Marokko. Das Beladen der Fähre war ein Schauspiel für sich: Alte Velos, Holz, Spielsachen und Möbel wurden kunstvoll mit Seilen auf dem Dach der Autos und Lieferwagen befestigt und diese rollten chaotisch ins Fahrzeugdeck. Nach zwei Tagen legte das Schiff an und wir waren das erste Mal mit dem eigenen Fahrzeug auf einem anderen Kontinent unterwegs. Hier trafen wir auch unsere Reisegefährten mit dem Unimog und Jeep. Abgesehen von den arabischen Schriftzügen hätten wir auch irgendwo am Mittelmeer unterwegs sein können: Gut ausgebaute Strassen, topmoderne Supermarkets und eine abwechslungsreiche Landschaft. Erst in Chefchaouen und Fes tauchten wir in den Orient ein und machten einen Bummel durch die Medinas (Altstadt). Diese von Chefchaouen erstreckte sich über ein recht steiles Gebiet mit verwinkelten und steilen Gässchen. Die blauen Häuser sind das Wahrzeichen der Stadt und verleihen ihr einen besonderen Charme, vor allem in der Nacht.
In Fes war es ein Strassencafé, welches uns am Leben in Marokko teilnehmen liess. Auch hier prägen unzählige enge Gassen das Bild der Medina, welche von einer dicken Mauer umgeben wird. Die Waren für die Bewohnen und Läden werden entweder per Handwagen oder mit einem Maultier transportiert. Die Handwerker fertigen ihre Kunstwerke häufig direkt vor Ort an, was auch den nicht so touristischen Vierteln viel Leben einhaucht.
Aber nicht die Städte waren unser Ziel, sondern die abgelegenen Gebiete vor allem auch der Grenze entlang zu Algerien. Wir konnten es kaum erwarten die Teerstrassen zu verlassen und auf Sand, Kies, Geröll und Felsen zu fahren. Der erste Abstecher machten wir noch im Gebiet des „Hohen Altas“ und fuhren auf 2‘000m Höhe einer Bergkette entlang. Obwohl die Beschreibung der Piste Abenteuer versprach, waren wir doch nicht so richtig vorbereitet auf eine enge Schlucht. Eigentlich hätte diese über einen steilen Track umfahren werden sollen, aber vergangene Gewitter hatten die Spur weggespült. So blieb uns nichts anderes übrig, als dem Flussbett durch die Schlucht zu folgen. Diese wurde enger und steiniger. Dank Unimog wurden auch grössere Felsbrocken einfach mit der Winde auf die Seite gezogen, dass wir die lange Strecke nicht wieder zurück fahren mussten. Es verlangte uns einiges an Konzentration und Geschicklichkeit ab die schwierige Passage zu bewältigen, aber unser Fahrzeug trotz seiner Länge und Breite meisterte alles perfekt.
Doch bevor wir die Dünen des Erg Chebbi erreichten, folgten wir einer rauen Piste von Boudnib entlang der algerischen Grenze. Wüstenlandschaften und Hochtäler wie in den Anden sowie rote Felsformationen und Canyons wie in den USA liessen die Wellblech- und Schotterpiste weniger holprig erscheinen. Nach mehr als 1‘300km gefahrenen Kilometern von zu Hause sahen wir endlich die ersten Sanddünen des Erg Chebbi. Die ersten Versuche im roten Sand waren noch etwas zaghaft und wir setzten uns schon das erste Mal fest. Also Luft aus den Pneus raus und mit mehr Tempo fahren. Es brauchte einiges an Überwindung einen Dünenkamm so zu überfahren, ohne die steil abfallende Seite zu überblicken und nur die Motorhaube in der Luft zu sehen. Auch die Erfahrung auf einem Dünenkamm stecken zu bleiben machten wir: Alle 4 Räder in der Luft und die Mitte des Chassis aufliegend. Dank Unimog blieb die Schaufel im Auto, ein kleiner Ruck mit der Bergungsgurte und es ging weiter. Obwohl die Dünenlandschaft sich nur auf etwa 1‘000m2 erstreckt, brauchten wir ein paar Stunden um diese direkt durch die Mitte von Nord nach Süd zu durchqueren. Der Jeep blieb ebenfalls auf einer Düne stecken, nach der Bergung funktionierte dann aber das automatische Getriebe nicht mehr. Es war nicht möglich ein Ersatzgetriebe zu organisieren und so mussten sie deswegen leider ihre Reise abbrechen und mit dem Abschleppdienst Richtung Schweiz heimfahren. Wir setzten unsere Fahrt fort begleitet vom Unimog weiter der algerischen Grenze entlang Richtung Atlantikküste.































Erich Stutz
Tschau Dani
Wüensche einen schönen Urlaub und natürlich eine gute Reise. Sollte ich mit einem Wässerchen ein Problem hbane schaue ich für einen Cafe kurz vorbei.CoolCoolCool
En gueti Zyt und Grüess
Erich
Denise
Liebe Claudia, lieber Dani! eine tolle Etape habt ihr hinter euch, mit wunderbaren Fotos!!! Weiterhin viel Spass und gutes Gelingen! Denise mit Family
Lisi & Martin
Hallo Ihr beiden !
ganz herzliche Reisegrüße in unser geliebtes Marokko – auch wir kommen wieder Lachend und wünschen Euch weiterhin eine spannende & pannenfreie Reise. Eure bisherige Route können wir gut nachvollziehen – wir haben das schon erleben dürfen.
LG Lisi & Martin