Zwischen Argentinien und Kanada

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Intro

Wir planen doch wieder zurück nach Argentinien zu fahren, aber mit einem grossen Umweg über Nord- via Zentralamerika in den Süden des amerikanischen Kontinents. Vor dem Start in Kanada gab es einen Rundum-Service für Condorito und für uns einiges zu tun.

Nachdem Condorito nach der Verschiffung im Container aus Uruguay in Basel ankam, räumten wir ihn komplett aus und er kam in die Offroad-Garage zum gründlichen Service. Das Ziel war es, ihn so schnell wie möglich beim Strassenverkehrsamt vorzuführen und ihn für die nächste Reise vorzubereiten. Schnell war klar, dass wir wieder auf den amerikanischen Kontinent wollen, diesmal aber in den hohen Norden und unser Abenteuer anstatt von Argentinien nach Alaska genau in die umgekehrte Richtung fortzuführen und uns dabei viel Zeit zu lassen. Bald war die RoRo-Fähre von Antwerpen nach Halifax gebucht und unsere Flüge geplant. Nur Condorito und das Strassenverkehrsamt wollten nicht, die nachträglich eingebauten verstärkten Federn und die Aufhängung sind nicht konform für den Schweizer Strassenverkehr. So gab es nach der Garage eine „Rundum-Erneuerungskur und Wellness-Massage für das Fahrzeug und der Kabine by Dani und Claudia“. Dank einem warmen und trockenen Platz in zwei unterschiedlichen Hallen erhielt Condorito die folgenden Behandlungen:

  • Facelifting der Kabinenhülle und -farbe mit einem neuen Condor für das nächste Selfie
  • Entquitschung der Kabine für geräuscharmes Fahren
  • Neue Moskitoabwehrnetze für laue Nächte
  • Wasserdichte Kabinentüre ohne Trocknungsaktion nach Regengüssen
  • Ergonomisch öffnender Kühlschrank-Deckel, damit auch mit einer Hand das «Pale Ale» verstaut werden kann
  • Hightech Autoradio mit integriertem Navigations-Tablet fürs Navigieren in abgelegenen Gegenden

und Dani endlich Knieschoner in seinem Overall, damit er das nächste Rumschrauben ohne spitze Steine übersteht. Geplant hatten wir etwa 3 Wochen, schlussendlich haben wir nicht nur gefühlte drei Monate dabei verbracht, alles wieder perfekt instand zu stellen.

Ohne Vorführtermin beim Strassenverkehrsamt aber mit einem neu strahlenden Condorito fuhren wir fast wieder die gleiche Strecke wie im Jahr 2017 aus der Schweiz nach Antwerpen, Belgien in den Hafen. Wegen Corona konnten wir leider nicht mit dem Camper über den grossen Teich schippern und wir gaben das Fahrzeug mit dem Auto-Schlüssel ab. Ein paar Tage später flogen wir von Brüssel aus via Montreal nach Halifax. Der Camper wurde nach unserer Abreise von den Hafenmitarbeitern in den Rumpf des Schiffes gefahren und mit der grossen RoRo-Fähre via Liverpool nach Halifax, Nova Scotia geschickt. Die Wartezeit überbrücken wir in einem Airbnb mit erkunden der Stadt und Umgebung auf dem Velo, Shoppingtrips, Kinobesuchen und Angewöhnung an das stündlich wechselnde Wetter wie in Schottland. Nach 12 Tagen auf hoher See sollten wir Condorito bald unversehrt am Hafen in Empfang nehmen können.

  1. Werner Munz
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    Ihr seid ja wirklich die Weltenbummler im Grossformat. Eindrücklich, was Ihr da alles erleben dürft. Diese Bilder sind ja vor allem für ältere Pensionierte schön und interessant anzuschauen, für Leute, die sich für so grosse Reisen zu alt fühlen, und ohnehin nicht mehr solche Strapazen auf sich nehmen wollen. Ich freue mich für Euch, so lange Reisen durchführen zu können und vor allem, frei und planlos (nicht negativ gemeint) unsere Welt zu erkunden. Geniesst das Glück für noch lange Zeit.
    Liebe Grüsse
    Werner

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