Durch die Staaten Nevada und California liessen wir uns viel Zeit; der Winter war glücklicherweise noch nicht so weit südlich vorgedrungen und der Indian Summer begleitete uns ein langes Stück südwestwärts. Erst bei der Rückkehr durch Arizona nach Utah holte uns die weisse Pracht ein. Einsamkeit und pulsierendes Nachtleben, landschaftlichen Höhen und Tiefen, winzige Skorpione und kapitale Hirsche: Dieser Teil der Reise war Abwechslung pur.
Kurz vor dem «Great Basin National Park» überquerten wir die Staatsgrenze zu Nevada, die Fahrt dorthin aus Utah war durch die sanfte Hügellandschaft mit goldenem Grass überwachsen eine willkommene Abwechslung. Der National Park ist einerseits für die hohen Berge aber auch seine Höhlen bekannt. Für die Wanderung am späten Nachmittag packten wir zum guten Glück die Daunenjacken ein und waren, als wir im Dunkeln mit Mühe den Weg zurückfanden, auch froh um die Skimütze und Handschuhe bis Condorito wieder aufgeheizt war. Die Führung durch die Höhlen der «Lehman Caves» am nächsten Tag war spannend, der Ranger mit seinen witzigen und pointierten Sprüchen über die Entdeckung der Höhlen einmalig. Der Strasse zum «Wheeler Peak», dem höchsten Punkt des Parks, brachte uns auf fast 3’000müM. Auf dem letzten Teil lag neben der Strasse bereits etwas Schnee. Dieser in Kombination mit den Espen, welche unten grün, in der Mitte gelb und oben rot leuchteten, machtem dem «Indian Summer» alle Ehre.
Zwischen «Baker» und «Reno» liegen unzählige Wüstentäler und Bergketten, welche der einsame «Highway 50» von Ost nach West durchquert. Ein Teil der Gebiete sind heute schwach mit Farmen besiedelt, in den wenigen bewässerten Gebieten weiden noch ein paar Viehherden. Dazumal während des Goldrausches lebten Tausende von Menschen hier und waren auf der Suche nach ihrem Glück, etliche liessen sich auch nieder. Ein Ort hat dank seiner Abgeschiedenheit und dem Schutz durch den Staat die Spuren der Zeit fast unbeschadet überstanden. Wir tauchten im Ghosttown «Berlin» in die Welt vor 100 Jahren ab und staunten immer wieder, welche Habseligkeiten die Siedler von Europa mitbrachten und welche auf ihrer beschwerlichen Reise mit den Planwagen nicht verloren oder kaputt gingen.
Der Kulturschock bei Ankunft in «Reno» war heftig, trotzdem genossen wir die kulinarische Abwechslung abends im Restaurant. In den Casinos ist die Zeit der einarmigen Banditen fast Geschichte, definitiv aber das Klingeln der Maschinen und das Jubeln der Spieler. Freudlose Gestalten sitzen vor den Hightech-Spielautomaten und registrieren ihren Gewinn von mehreren Hundert Dollar teilnahmslos. Wenigstens spielte eine geniale Liveband inmitten eines Casinos: Wir sangen und tanzten bis in die frühen Morgenstunden und hatten unendlich viel Spass dabei.
Etwas oberhalb von «Reno» liegt «Lake Tahoe» auf der Staatengrenze zwischen Nevada und California und diese überquerten wir auf einer coolen Offroad-Strecke. Doch bevor wir uns diese bekannte Ferienregion anschauten, machten wir noch einen Abstecher nördlich in den «Lassen National Park». Vor zwei Jahren fiel diese Region einem gewaltigen Waldbrand zum Opfer und auch 70% der bewaldeten Parkfläche wurde zerstört. Wanderungen im Schnee durch diese Gebiete hinterlassen ein gespenstiges Gefühl. Das Highlight dieses Parks sind die Vulkane und ihre riesigen Lavafelder, der letzte grosse Ausbruch liegt erst 118 Jahre zurück. Auch heisse Quellen und rauchende Fumarole prägen die Landschaft, aber im viel kleineren Rahmen als im «Yellowstone».
Auf dem Weg zurück nach «Lake Tahoe» war ein Besuch in der «Sierra Nevada Brewery» in «Chico» ein Muss. Dani hatte dieses Pale Ale Bier in California vor 27 Jahren entdeckt und freute sich riesig über eine Kiste davon, welche ihm Claudia von einer ihrer USA-Ferienreisen mit ihrer Mutter zurückbrachte. Heute ist die Brauerei in ganz Amerika vertreten und das Bier wird auch nach Europa exportiert. Trotzdem ist ihr Leitfaden «Family owned, operated & argued over” absolut treffend, der Besitzer ist immer noch mit Herzblut dabei und diskutiert mit einer Belegschaft wichtige Entscheide.
Bereits in der Schweiz träumten wir vom «Rubicon Trail» am «Lake Tahoe», einer der anspruchsvollsten Offroad-Strecke in den USA. Dieser wird heute noch von der Firma Jeep genutzt, um ihr Modell «Rubicon» zu testen. Von Berichten und Videos wussten wir, dass wir diesen nicht mit Condorito fahren können. Aber es gibt die Möglichkeit, ein Rubicon-Jeep zu mieten, was wir vor Ort organisierten. Ron, der Besitzer des Auto sowie ein weiterer Jeep begleitete uns auf der ganzen Strecke, da ein Teil der Passagen technisch sehr anspruchsvoll sind. Wir müssen ehrlich sagen, wir hätten uns ohne Ron auch nicht getraut, die gesamte Strecke bis zu den Rubicon Springs zu fahren. Wenn man nur noch die Motorhaube sieht, gleichzeitig im steilen Gelände über grosse Steine im Kriechgang hinunterstottert, dann braucht es jemanden der den Trail gut kennt und einem die Spur mit Handzeichen zeigt. Wir wechselten uns fleissig ab, auch aus dem Grund, da die hohe Konzentration einiges an Substanz brauchte. Für die gesamte Strecke von 26km brauchten wir 5 Stunden, ohne die etlichen Foto- und Videopausen einzuberechnen.

Auf Condorito-tauglichen Backcountry Roads machten wir vom «Lake Tahoe» einen Abstecher nochmals nach Nevada und fuhren in und entlang einem ausgetrockneten Bachbett stundenlang Richtung Süden. Im Nirgendwo begegneten uns zwei ältere Männer mit langen Holzstielen, welche in den Wipfeln der Föhren herumstocherten. Wir konnten uns nicht erklären was sie machten und stoppten. Breitwillig erklärten sie uns, dass es momentan der gute Zeitpunkt ist, Pinienkerne zu pflücken. Eine alte Tradition, welche die Sidler von den Ureinwohnern übernahmen. Dazumal war es aber noch eine Nahrungsquelle im Winter, heute nutzen sie die Kerne geröstet, um den Salat zu verfeinern. Gelernt haben die beiden Brüder das Handwerk von ihrem Vater bereits als Kinder. Wir verbrachten einige Stunden zusammen in dieser einsamen Gegend, suchten von Föhre zu Föhre nach den kostbaren Kernen. Am Schluss reinigten wir unsere harzverschmierten Hände mit Salatöl und verabschiedeten uns wie alte Freunde.
Westwärts ging es über die «Sierra Nevada Mountains» und über den «Abbots Pass» zurück nach California. Der Indian Summer leuchtete hier in den letzten Zügen und die Eichhörnchen sammelten eifrig die herabfallenden Eicheln, bevor der erste Schnee kommen wird. Im «Calaveras Big Trees State Park» campierten wir zwischen den riesigen Sequoia-Bäumen, welche seit Jahrhunderten hier wachsen und die etlichen Waldbrände in der Gegend unbeschadet überlebten.
Am Fusse der «Sierra Nevada» liegt «Murphys», ein Ort wie aus dem Bilderbuch. Auch dieses Städtchen erlebte während dem Goldrausch seinen Höhepunkt. Claudia ist bereits das siebte Mal hier, um ihre Coucousine zu besuchen. Ihre Eltern wanderten vor mehr als 80 Jahren in die USA aus und fanden ihr neues Zuhause in der Nähe von «San Francisco». Nach ihrer Pensionierung zogen sie hierher und ihre Tochter Ursula übernahm das Haus. Die Freude über das Wiedersehen war gross und wir hatten uns viel zu erzählen, obwohl wir immer wieder in Kontakt waren. Wegen gesundheitlichen Problemen fällt ihr der Alltag schwer und sie genoss das «Schweizer 5 Sterne Restaurant», so wie sie es nannte. Aber am meisten Freude konnten wir ihr mit Kartenspielen bereiten, auch wenn wir zu dritt nur einen Handjass zusammen «klopfen» konnten.
Während unserem Besuch machten wir einen Abstecher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach «San Francisco». Wir wollten uns die Fahrt mit Condorito ersparen, zu viel Verkehrschaos in der «Bay Area» und ein sicherer Parkplatz ist nicht einfach zu finden. Das Abenteuer drohte bereits beim Start zu enden, der Uber-Chauffeur hatte die Fahrt kurz vor dem Start wegen Problemen mit der Starterbatterie abgesagt. Glücklicherweise sprang eine Nachbarin von Ursula ein und fuhr uns mit ihrem Auto nach Stockton zur Amtrak-Bahnstation. Leider hatten wir den Zug knapp verpasst und wir waren inmitten eines der unsichersten Quartiere von California gelandet. Das Bahnpersonal riet uns von einem kurzen Abstecher zum Streetfood-Truck draussen ab. Die Personen, welche während der nächsten drei Stunden Wartezeit den Bahnhof betraten, leben abseits der amerikanischen Gesellschaft. Jeder grüsste uns freundlich und fragte teilweise, ob wir ihm etwas Geld geben können. Die meisten leben unter Plastikplanen oder einfachen Zelten den Bahngleisen entlang, hier werden sie nicht vertrieben. Das Elend dieser Leute macht einem sprach- und hilflos, sie können keine Sozialhilfe beantragen, damit sie einigermassen überleben können. Viele rutschen ins Drogenelend ab, die Billigstdroge Fentanyl ist meist ihr Todesurteil. Während der Fahrt im Zug zog sich das Elend entlang der Bahnlinie fast ununterbrochen weiter bis nach Oakland. Nach 200km unterwegs, wechselten wir von der Bahn in den Bus, welcher uns direkt nach Downtown «San Francisco» brachte und wir todmüde ins Hotelbett fielen. Der dreitägige Aufenthalt mit Besuchen auf «Alcatraz», mit dem Velo über die «Golden Gate Bridge» und den Fahrten im «Cable Car» ging schnell vorbei. Ein «Pain au Chocolat» und eine Mondaine-Bahnhofsuhr vor dem Schweizer Konsulat bescherte uns ein bisschen Heimweh. Die Robo-Taxis in den Strassen von San Francisco katapultierte uns in die Zukunft, ein Auto ohne Fahrer aber mit Passagieren war ein komplett ungewohntes Bild. Die Rückkehr mit dem Zug holte uns wieder auf den Boden der Realität. Und uns wurde wieder einmal bewusst, was für ein Glück wir haben in der Schweiz geboren zu sein und in welcher heilen Welt wir leben und unterwegs sind.
Die letzten Tag bei Ursula verbachten wir mit Hilfe im und ums Haus. Mit einem Fondue Chinoise verabschiedeten wir uns von ihr. Vielen lieben Dank für deine Gastfreundschaft und bis zum nächsten Mal.
Im «Columbia State Park» ist der Übergang zwischen Wildwest/Goldrush und dem heutigen Leben nahtlos. Die alten Gebäude werden als Läden, Hotel und Restaurant genutzt, gleich neben verschiedenen Ausstellungen des Museums und modernen Häusern. Den «Yosemite National Park» mit seinen ungewohnten Felsformationen und hohen Wasserfällen erkundeten wir auf verschiedenen Wanderwegen. Trotz Nebensaison war es uns nicht gelungen, einen Campingplatz im Zentrum zu reservieren, zu beliebt ist der Park bei Touristen aus der ganzen Welt.
Die «Sierra Nevada» überquerten wir in Richtung Osten über den «Tioga Pass». Die Landschaft hier unterscheidet sich sehr von der Gebirgskette weiter nördlich. Anstatt endlose Föhren-, Eichen- und Redwood-Wälder und eher sanfte Bergketten dominieren rund geschliffene Granit-Felsen das Landschaftsbild. Auch hier auf fast 3’000müM lag bereits etwas Schnee, aber die Passstrasse war glücklicherweise noch offen. Am «Mono Lake» waren wir wieder zurück in Nevada und an einem aussergewöhnlichen und magischen Ort. Die Kalktuff-Skulpturen ragen wie aus einer verlorenen Unterwasserwelt aus der Erde und dem Wasser. Die Spiegelungen im See bei Sonnenaufgang und Untergang waren atemberaubend. Abends hatten wir Besuch von Maria und Robin aus dem Allgäu. Sie sind auf einer Weltreise, erkunden Nordamerika im Auto und schlafen darin. Sie genossen die wohlige Wärme im Condorito und wir hatten einen schönen Abend zusammen. Zwei Tage später folgten wir einem kleinen Track dem See entlang auf einer sandigen Piste. Eine kleine Herde Wildpferde liess sich beim Fressen nicht stören und wir genossen diesen Moment der Freiheit sehr.
Endlich konnten wir mehrere Tage aneinanderhängend über Offroad-Strecken unterwegs sein. Im «Owens Valley» begegneten wir fast keinem Fahrzeug und fuhren durch endlose Wälder, an bizarren Felsformationen vorbei und die Landschaft nahm immer mehr Wüstencharakter an. Auf der «Silver Canyon Road» in der Nähe von «Bishop» erklommen wir 2’000 Höhenmeter mit teilweise 17% Steigung. Die Serpentinen schlängeln sich auf nur 6km zu einem grandiosen Ausblick über die umliegenden Bergketten.
Im «Death Valley» wanderten wir durch unseren ersten richtigen «Slot Canyon», eine enge durch fliessendes Wasser geschaffene Schlucht. Der Name «Mosaic Canyon» verdient diese enge Felspassage wirklich, kleine quadratische Ablagerungen «kleben» an den Felswänden. Die «Mesquite Dunes» erlebten wir mit Windhosen und «Badwater Basin», der tiefsten Punkt des nordamerikanischen Kontinents war durch die Regenfälle im August geflutet. Bei «Artists Palette» und «Dante’s View» waren etliche Touristen unterwegs, sobald wir aber zu Fuss unterwegs waren, hatten wir die unglaubliche Landschaft fast für uns allein. 10km ausserhalb übernachteten wir auf einem abgelegenen Stellplatz ohne eine Menschenseele und liessen uns vom gewaltigen Sternenhimmel verzaubern.
Endlich war es wieder T-Shirt Wetter, wir waren im warmen «Las Vegas» angekommen. Im Eldorado des Glücksspiels und der Unterhaltung genossen wir verschiedene Shows und liessen uns verzaubern, staunten und genossen es in vollen Zügen. Was uns extrem beeindruckte war die neue Attraktion «Sphere», das grösste kugelförmige Gebäude der Welt mit einer überspannenden LED-Installation. Begrüsst wurden wir von Aura, einem humanoiden Roboter, welcher uns Fragen stellte und entsprechend auf unsere Antworten einging, immer mit sehr menschlichen Emotionen. Der anschliessende Film «Postcard from Earth» nahm uns mit auf eine Reise an verschiedene Orte auf unserem Planet und tief ins All. Durch den rundum hochauflösenden LED-Bildschirm, die haptischen Stühle und eine Windsimulation fühlten wir uns mitten im Film, ein gewaltiges Erlebnis. Das «Formel 1 Autorennen», welches das erste Mal in Las Vegas durchgeführt wurde, stellte den Strip auf den Kopf und machte jegliches Vorwärtskommen mit Bus oder Uber unmöglich. Es blieb uns nichts anderes übrig als zu Fuss auf Nebenstrassen und durch die Hintereingänge der Casinokomplexe zu gelangen. Unsere Identitätskarte wurde als Mitarbeiter-Ausweis angeschaut und so waren wir in Bereichen unterwegs, welche normalerweise den Gästen vorenthalten sind. An der Reception schauten sie uns erstaunt an, als wir durch den Angestellten-Eingang in die Hotellobby gelangten.
Ein Besuch beim «Hoover Dam» durfte auch nicht fehlen, die gewaltige Staumauer, welche den «Colorado River» für die Stromgewinnung und den Hochwasserschutz zurückbehält. Dank den grossen Schneefällen im letzten Winter hatte sich die Pegelhöhe des «Lake Mead» wieder ziemlich erholt. Unsere letzte Station in Nevada war der «Valley of Fire State Park» mit seinen roten und pastellfarbenen Sandsteinformationen. Die Besonderheiten zeigten sich durch Löcher im Fels, einige davon eignen sich sogar, um sich vor starken Winden zu verstecken. Abends artete dies in einen Sandsturm aus und dieser begleitete uns in die Nacht, rüttelte und schüttelte heftig an Condorito. Zwei Tage später hatten wir einen richtigen Regentag von früh bis spät, das erste Mal auf unserer aktuellen Reise.
Der «Grand Canyon» erstreckt sich in Arizona über ein weites Gebiet, der «Colorado River» hat sich auf über 450km tief in das Plateau gefressen. Die meisten Besucher kennen den südlichen Rand des gleichnamigen Nationalparks, das «North Rim» ist nicht so bekannt. Dieses Gebiet kann man in einen Bereich mit nur einer von 30 Tagesbewilligung erreichen und benötigt zwingend ein 4×4 Fahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit. Nach Regenfällen wird der Track geschlossen, die Lehmabschnitte nehmen zu viel Schaden durch tiefen Fahrspuren. Wir hatten Mühe verlässliche Informationen über den aktuellen Zustand zu erhalten und wurden vom Tourist Info zum «Bureau of Land Management», dem Amt für das öffentliche Land und zuletzt zu einer Ranger Station verwiesen. Niemand konnte uns genau sagen, ob die 100km lange Strecke befahrbar ist und schon gar nicht wie wir dort einen Campingplatz erhalten. Die Tagesbewilligung konnten wir Online einholen und fuhren auf «gut Glück» los. Die schlammigen Bereiche waren schon weitgehend getrocknet und dank einer Planiermaschine war der Track schon fast ein Highway. An der Rangerstation wurden wir herzlich empfangen, in dieser abgeschiedenen Region freuen sich die Mitarbeitenden über jede Begegnung. Der kleine Campground war bis auf einen Platz leer und wir durften für eine Nacht bleiben. Der Track dorthin bescherte uns ein wenig «Rubicon Abenteuer», über Felsplateaus und -Absätze holperten wir gemächlich dorthin. Wir packten den Rucksack und wanderten entlang dem senkrechten «Toroweap Overlook», von welchem man einen dramatischen Blick auf den Colorado River mit einem Höhenunterschied von 900m hat. Diesen bei Sonnenuntergang nur zu zweit zu geniessen, das war ein unvergessliches Erlebnis. Bei der Rückfahrt in die Zivilisation überraschte uns am nächsten Tag ein Schneegestöber, einige Stunden später war es wieder strahlend blau und nur die überzuckerten Gebirgsketten zeugten vom Kälteeinbruch.
Zurück in Utah besuchten wir zuerst den «Zion National Park», welcher durch «Thanksgiving» seinen letzten Besucheransturm in diesem Jahr verzeichnete. Bereits einen Tag später waren die Wanderwege fast wieder menschenleer und wir genossen nach einem anstrengenden Anstieg die Aussicht über die schluchtenreiche Landschaft. Die Fahrt nach Osten führte uns seit langer Zeit wieder einmal durch einen 2km langen Tunnel, eine Rarität in Nordamerika. Auf 2’300müM fiel in der Nacht das Thermometer auf -12° Grad und das Kondenswasser an den Scheiben gefror Innen trotz Standheizung. Aber diese Kälte hatte einen grossen Vorteil: Im «Bryce Canyon» lag immer noch Schnee am Rand des Amphitheaters und auf einigen «Hoodoos», den farbigen Felsnadeln. Auch hier waren wir wieder zu Fuss unterwegs und konnten uns kaum losreissen vom märchenhaften Anblick. Die Fotos sprechen für sich, diese Winterstimmung mit dem tiefen Sonnenstand kann man nicht in Worte fassen. In Escalante fanden wir einen offenen Campground mit super Infrastruktur und genossen dadurch unser Wintercamping sehr. Wir blieben ein paar Tage, verarbeiteten die unendlich vielen Eindrücke der letzten zwei Monate und sind extrem dankbar, was wir alles erleben durften!





































































































Jürgen Kössler
Toller Reisebericht und wieder einmal beeindruckende Bilder. Man hat den Eindruck, dass halb Amerika aus Nationalparks besteht. Weiterhin alles Gute.
Hanspeter Dünnenberger
Immer wieder erstaunlich was ihr alles erlebt und zu berichten habt und mit den fantastischen Fotos dokumentiert. Jeder Bericht von euch ist wie kleine Ferien und lässt mich etwas an euren Abenteuern teil haben. Insbesondere der Bericht vom Yosemite NP und Mono Lake hat mich daran erinnert wie ich mit Marco ca 1995 vom Mono Lake über den Tioga Pass fuhr und den Yosemite NP bestaunt hatte.
Wünsche eine gute Weiterreise – alles Gute
Stefan Brugger
Jedes Reiseherz schlägt bei diesen Bildern automatisch schneller und Claudia sieht in diesem historisches Kleid einfach entzückend aus. Dani Du bist zu beneiden…..
Meldet Euch im Februar. Lg Stefan
Manuel Rickenbach
Wunderbare Bilder und Stories, ziehen einen richtig in hinein. Ich wünsche Euch noch viele weitere tolle Erlebnisse, gute Gesundheit, einen vollen Tank und häppy New Year.
Bis auf bald einmal dann wieder in Switzerland.
Fredi Spillmann
Liebe Claudia, Lieber Dani
Herzlichen Dank für die viele Arbeit, die ihr für den Reisebericht aufgewendet habt.
Wie immer spannend und hervorragend gemacht.
GLG aus der Dominikanischen Republik
Fredi