Drujba, das erste und wichtigste rumänische Wort das wir gelernt haben

eingetragen in: Rumänien 2015 4

Bereits am ersten Abend in Rumänien hätten wir eine Drujba brauchen können. Wir konnten es kaum erwarten abseits der Strasse zu fahren und nutzten die erste Gelegenheit um die Waldwege und Bäche mit Condorito zu erkunden. Zu weit in den Schlamm und in das steile Gelände trauten wir uns aber noch nicht…

 

Von der SRF Dokumentation der Superkarpata Trophy (extremer Offroad Anlass im Herzen der Karpaten) sowie einigen Youtube Videos hatten wir uns vorgängig ein Bild der möglichen Fahrverhältnisse im Gelände gemacht. Bereits am ersten Nachmittag in Rumänien angelangt, suchten wir uns nördlich von Baia Mara Holzfällerwege, auf welchen wir die weiten Wälder der Nordwest-Karpaten erkundeten. Michael, einer unserer Begleitfahrer war voll im Element und suchte sich gleich den ersten Track (Offroad-Strecke) aus, welcher einem Bachbett in den steilen Wald folgte. Mit seinem Jeep hatte er es am einfachsten: Wenig Gewicht, normale Autohöhe und bereits einige Karpaten-Offroad-Erfahrungen. Toni mit seinem Unimog folgte ihm problemlos, nur wir mit unserer „neuen“ Kabine waren natürlich noch übervorsichtig. Die ersten grossen Steine im Bachbett nahmen wir aber trotzdem problemlos und kamen vorwärts. Erst bei einem steilen und erst noch schlammigen Teil verliess uns der Mut und wir kehrten um. Mitten im Wald auf einer kleinen Lichtung richteten wir unser Camp ein und suchten Holz für das Lagerfeuer. Und hier wäre das erste Mal eine Drujba praktisch gewesen, eine Motorsäge um das morsche Holz in handliche Stück zu sägen.

Zwei Tage später etwa 80km weiter durch unzählige Wälder, über Hügel und durch Bäche standen wir vor einer Blockade mitten im Wald. Zwar hatte uns ein Waldarbeiter davor gewarnt, aber glauben wollten wir es nicht. Ein 2m tiefer Graben war ausgehoben sowie ein paar grosse Steinbrocken wurden aus welchen Gründen auch immer auf einem sehr abgelegenen Track gelegt. Eine Umkehr kam nicht in Frage, waren wir doch schon den ganzen Tag auf der „Sackgasse“ unterwegs. Also suchten wir uns einen Weg direkt zwischen den Bäumen durch. Nach 3h, 4 gefällten Bäumen (3 mit der Seilwinde und einer mit Handsäge und Beil) und der Aufschüttung eines Grabens standen wir auf der anderen Seite des Hindernisses. Jetzt war uns klar, eine Drujba gehört einfach zur Ausrüstung hier. Diese kauften wir uns auch am nächsten Tag und abends stritten sich die Herren schon fast, wer jetzt das Brennholz klein sägen durfte.

Aber nicht auf jedem Track in den Karpaten braucht es eine Säge, in den Ostkarpaten fuhren wir durch ein Gebiet, welches im Tal bewaldet und auf den Hügelkuppen vor langer Zeit gerodet wurde. Hier wird noch aktiv Alpwirtschaft betrieben mit grossen Schaf- und Ziegenherden. Für uns gab es nichts Schöneres, als über die grünen Hügel über Gras zu fahren und die Aussicht in die Ferne zu geniessen. Unser Lagerplatz hatten wir uns dann auch zuoberst auf einem Berg ausgewählt und das Lagerfeuer mit entsprechendem Kleinholz durfte natürlich auch nicht fehlen.

4 Responses

  1. Patrick & Bea
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    Hallo ihr zwei

    Das sieht ja toll aus und liest sich sehr spannend!

    Wir wünschen euch viel Vergnügen und eine tolle Zeit. Haltet euch von sumpfigen Bachbetten fern 🙂

    Liebe Grüsse Patrick & Bea

  2. Jürgen
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    Hallo Ihr zwei,

    es ist immer wieder toll von Euch zwei Weltenbummlern zu hören. Einzigartige Berichte und Fotos. Wünschen Euch weiterhin eine tolle Reise und viel Spaß.

    Jürgen und Petra

  3. Stefan
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    Hallo Ihr beiden Weltenbummler

    Was ich den Zeilen entnehmen kann ist folgendes: „Zuerst hängt Dani mal 2 Stunden rum. Zeigt den Andern wie sie die Axt halten sollten und kauft sich selbst eine Motorsäge für das Feuerholz. Am Nachmittag sieht er dann zu, wie das Fahrzug über den Boden gezogen wird und genehmigt sich, zur Krönung des Tages, am Abend ein Bierchen. Na toll! Das kann ja noch heiter werden…..

  4. Thomas
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    Hoi zäme

    Wie ich lese, habt Ihr eine spannende Zeit.
    Rumänien ist sicher ein interessantes Land. Die eigenen Vorstellungen stimmen meist nicht mit der Realität überein.
    Stadt / Land sind bestimmt riesige Unterschiede.

    Ich wünsche euch alles Gute und eine umfallfreie Fahrt.

    Grüsse von Maui

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