Von Bären, Höhlen und Pfützen

eingetragen in: Rumänien 2015 6

In Rumänien aber auch den umliegenden Ländern sind Wölfe und Bären heimisch. Trotz aller Anstrengungen einen Meister Pelz zu sehen, blieb unser Bear Watching erfolglos. Somit suchten wir nach uralten Bärenknochen in einer der unzähligen Karsthöhlen im Landesinnere. Zwischendurch brachten uns hohe Pässe durch unberührte Gegenden wie wir meinten, doch auch in den abgelegensten Tälern begegneten wir Pilzsuchern und Waldarbeitern, welche trotz Regen und Schlamm ihrer Arbeit nachgingen.

 

Die Karpaten ziehen sich von Nordwest nach Südwest in einem grossen Bogen. Unsere Reise folgte dem Gebirgszug und brachte uns landschaftlich aber auch kulturell immer wieder in andere Gebiete. Dazwischen liegt Transilvanien oder Siebenbürgen, wie die Region auch heisst in der Mitte des Landes. Da wir unseren Offroad Hunger noch nicht gestillt hatten, suchten wir uns wieder abgelegene Routen abseits der Verkehrsverbindungen. Das schönste Gebiet fanden wir neben dem Transfagaras-Pass, welcher an den höchsten Bergen von Rumänien bis zu 2500m vorbeiführt. Auf gut Glück versuchten wir einen Bach entlangzufahren, der Track führte uns fast 30km in ein Tal hoch. Nachdem wir die letzten Waldarbeitersiedelungen hinter uns gelassen hatten, endete die Strasse bei einer alten Holzhütte, welche durch Pilzsammler und Wanderer genutzt wird. Die letzte Strecke machten wir dann noch zu Fuss und fanden zuhinterst im Tal die Quellen des Flusses, welche in kleinen Wasserfällen den Felsen nach unten fliessen. Überall sah man Spuren von Gämsen und Hirschen, aber einen Bär oder Wolf trafen wir leider nicht. Entweder sind diese Tiere nur nachaktiv oder wir waren auf 1500m schon wieder zu hoch, um sie anzutreffen.

Den Gleitschirm konnten wir nicht nur spazieren fahre, dieser musste auch immer wieder gut ausgelüftet werden. In den Fluggebieten in der Region Brasov stimmte das Wetter und klapprige Sessellifte und Seilbahnen brachten ihn zu den Startplätzen. Trotz schwacher Thermik gelang Dani drei schöne Flüge und er genoss die ruhigen Flugbedingungen.

Unsere Nachtplätze wählten wir nach Möglichkeit jeweils so, dass Lexi unser Begleithund eine grosse Fläche zum Spielen hatte und wir noch am Lagerfeuer sitzen und den Sternenhimmel geniessen konnten. Teilweise wurde es aber schon zu kalt und feucht, um nach dem Nachtessen noch länger draussen zu sitzen. Die Waldarbeiter meinten, in einem Monat liegt in den Bergen bereits der erste Schnee, sie müssen sich beeilen, damit die Holztransporter die schweren Baumstämme noch in die Sägereien liefern können.

Lieber waren wir in der Natur unterwegs als die Städte zu besichtigen, somit fuhren wir nur dorthin, wenn wir den Kühlschrank wieder auffüllen mussten. Das Apuseni-Gebirge im mittleren Westen von Rumänien ist für seine Höhlen bekannt. Nur ein kleiner Teil ist touristisch erschlossen, die anderen sind den Höhlenforschern und Fledermäusen vorbehalten. Endlich fanden wir auch unsere Ursus: Diese Ur-Bären fanden vor 10‘000 Jahren in den Höhlen Zuschlupf während des Winters und einige davon starben auch darin. Das Highlight der Karsthöhlen sind die Stalaktiten und Stalagmiten aus Kalkstein, welche durch Wassertropfen über die Jahrzehnte langsam wachsen.

Die Regenfälle im Südwesten der Karpaten bescherten uns schlammige Tracks, welche durch die schweren Holztransporte noch mehr aufgeweicht wurden. Eine Strecke entlang eines Stausees war gespickt mit grossen Schlaglöchern, welche nun mit Wasser randvoll waren. Um die Kurven rutschten die Hinterräder ein bisschen und durch die Pfützen spritze das Wasser meterhoch, wenn wir wieder einmal „unabsichtlich“ zu viel Gas gaben.

6 Responses

  1. Peter Enz
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    Hallo zusammen

    Sieht ja nach Abenteuer aus und sicher habt ihr viel erlebt und es ist immer was Neues… weiterhin viel Spass auch beim fliegen (wo ist der Iota?)

    Grüessli Peter

  2. Werner
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    Hoi Claudia und Dani

    Toll, was ihr da alles erlebt. Die Bilder machen einen direkt an, auch wieder mal eine Reise zu tun. Allerdings, diese Abenteuer sind eher für jüngere Leute als mch.

    Auch Eure Positionsangaben vom letzten Bericht sind beeindruckend, habt ihr überhaupt noch Zeit, während einer anstrengenden Reise noch so viel Computerarbeiten zu erledigen.

    Ich wünsche Euch weiterhin viele schöne Eindrücke und problemlose Fahrten.

    Liebe Grüsse

    Werner

  3. Mike
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    Liebe Claudia, lieber Dani

    Herzlichen Dank für das Mail und den Link auf eure Reise-Page. Einmal mehr kann ich gar nicht genug bekommen von euren tollen Erlebnissen. Kann es sein, dass ich Claudia noch nicht auf einem Pferd gesehen habe? Ich wünsche euch weiterhin eine ganz tolle Reise und eine sanfte Landung im Arbeitsalltag.

    Liebe Grüsse, Mike

  4. Klaus
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    Hallo Ihr Weltenbummler

    Ich habe Eure Berichte und Fotos gern gelesen und wünsche Euch weiterhin tolle erlebnisreiche Reisen mit wertvollen zwischenmenschlichen Erfahrungen, sowie schöne Reitaus- und Höhenflüge als auch viel Erfolg beim Wölfe und Bären beobachten…

    Liebe Grüsse – und gute Rückkehr in den Alltag, wo bestimmt das nächste grosse Abenteuer auf Euch wartet!

  5. Cécile
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    Wunderschön! Ich wünsch Eu no e gueti wiiteri Reis mit ganz vill schöne Plätzli!

    Liebs Grüessli

    Cécile

  6. Sona
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    Super schöne Fotos! Ihr werdet bestimmt noch schönere Erinnerungen, Emotionen und Eindrücke mit nach Hause nehmen!
    Ich beneide EuchJ danke aber, dass wir auch ein wenig mitmachen dürfenJ

    Wünsche Euch weiterhin wunderschöne Reise und werde bestimmt immer wieder die Fotos und den Reise-Blog geniessen.

    Viele liebe Grüsse

    Sona

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